Samurai

Samurai kann man als die Ritter Japans bezeichnen. Sie entstanden
aus den Bushi, den Kriegern, die von adligen Grundherren zum Schutz
ihrer Besitztümer angestellt wurden. Zu Beginn waren Samurai sowohl
Krieger als auch Hofbesitzer. Diesen Hof erhielten sie meist als Lehen
bzw. als Lohn für ihre Dienste.
Treue und Gehorsam gegenüber ihren Fürsten zählte für sie zu den
obersten Tugenden. Das waren auch die Hauptgründe für die Tapferkeit
der Samurai, die in zahllosen Geschichten beschrieben wird. Sie waren
bereit im Dienst ihr Leben ohne zögern für den Herrn zu opfern.
Mit der Zeit wurden ganze Samuraiverbände immer mehr zum Austragen
von Schlachten der einzelnen Familien eingesetzt.
Ihre Kampfweise war wild und ungestüm. Sie taten so, als ginge der
Tod sie nichts an und stürzten sich in den wüstesten Kampf. Sie konnten
im Kampf gnadenlos und unerbittlich sein, jedoch auch nachsichtig und mild.
Im Hagakure, einem Sammelwerk von Samurai-texten heißt es sinngemäß:
Samurai sein bedeutet die entschiedene Bereitschaft zum Tod.
Wenn Du Dich am Scheideweg befindest und einen Weg wählen musst,
zögere nicht: wähle den Weg des Todes. Erst wenn Deine Entschlossenheit,
jederzeit zu sterben, eine feste Behausung in Deiner Seele gefunden hat,
erst dann hast Du den Höhepunkt der Kriegslehre erreicht.
Die Erziehung zu dieser Einstellung begann schon im Kleinkindalter und
brachte dementsprechend entschlossene und kampferprobte Männer hervor.
Ein Samurai sollte mit 15 Jahren fertig ausgebildet sein.Das Ziel sollte sein,
ruhig wie der Wald, unbewegt wie ein Berg, kalt wie der Nebel, schnell im
Entschluß wie der Wind und im Angriff heftig wie das Feuer. Erfüllte ein
Mann diese Anforderungen wurde er in die Gemeinschaft der Samurai
aufgenommen.